Crocodiles on Tour - Die Mannschaftsmeisterschaften 2006 am 25.03.2006 in Gera
Im thüringischen Gera gibt es eine schöne und große Ricochetanlage mit 5 Courts in Turniergröße. Platz genug für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften, die seit Jahren traditionell in Gera ausgetragen werden.

Das 2006er Turnier fand am 24. März statt.

Schade dabei ist, dass es keine Geraer Gastgebermannschaft mehr gibt. Noch vor einigen Jahren spielte eine Geraer Auswahl eine bedeutende Rolle im Ricochetdeutschland, mittlerweile aber betreiben dort nur Freizeitspieler den Sport mit den schnellen fliegenden Bällen. Den letzten Geraer Turnier-Spieler haben wir mitsamt Familie zum Chemnitzer Club geholt.
Natürlich war es für uns eine Ehrensache, im nur eine Autostunde entfernten Gera anzutreten. Und getreu dem Motto: ?Wer hat, der kann!? brachten die Chemnitz Crocodiles gleich zwei Mannschaften an den Start.

Für die erste Auswahl boten wir alles auf, was die Chemnitzer Hausranglistenpyramiden (abzüglich des Lazarettes) an der Spitze zu bieten haben.
Neben den turniererprobten Stephan Rusdorf, Rene Klug und Mirko Lohse konnte auch Mike Nowak für ein Auswärtsturnier aktiviert werden. Ergänzt wurde das Männerquartett durch Nadin Friese und Andrea Voth.
Der hoffnungsvolle Chemnitzer ?Nachwuchs? und die stille Reserve, namentlich Dirk Lehmann, Tobias Hambsch, Hendrik Ullrich, Christian Voth, Uta Klug und Sylvia Morgenstern, bildeten die zweite Mannschaft.

Weitere Mannschaften in Gera waren die Wittenberger, die in Bestbesetzung antraten, eine Auswahl von alten Recken, zusammengefasst als Ü40, das Thoga-Team aus Rostock und Güstrow, die Cottbuser Piranhas sowie Team Hagman aus Bautzen.
Die Auslosungsfee bescherte der 1. Chemnitzer Mannschaft den Auftaktgegner Wittenberg. Chemnitz 2 musste gegen Bautzen ran.

Als erstes spielte Chemnitz 1. Trotz allem Kampfgeist waren die sechs Crocos den Wieseln nicht gewachsen. Stephan bezwang den selbsternannten "Croco-Hunter" Heiko. Den 2. Sieg verbuchte Mirko gegen Jens Reuter. Alle weiteren Spiele gingen leider verloren.

Nachdem die Ü40-Mannschaft dann gegen das Gemeinschaftsteam aus Güstrow und Rostock gewonnen hatte, war die 2. Mannschaft gegen das Team aus Bautzen dran.
Zwei Punkte waren drin. Dirk besiegte den ?Fast-Chemnitzer? Torsten Blase, der sich später verletzte und vor dem Spiel gegen Hendrik aufgeben musste. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung. Als Randnotiz sei vermerkt, dass Tobias den Bautzener Hagen Stange in einem 5-Satz Krimi schon auf der Schippe hatte, dieser aber noch einmal glücklich mit 21:20 davon kam.
Danach hätte es ein Derby von Chemnitz 1 gegen Chemnitz 2 geben sollen. Wir einigten uns aber aus Zeitgründen auf eine kampflose Niederlage von Chemnitz 2, die damit auf dem siebten und letzten Platz landete, damit unsere Erste das wichtigere Spiel gegen Güstrow um Platz 5 bestreiten konnte.

Für diese Partie fehlte ein Spieler für unser 1. Team, da Mike aus privaten Gründen Gera schon eher verlassen hatte. Der einzige anwesende noch regelgerecht einzuwechselnde Spieler war Markus Appelius, der sich, weil er ein netter Kerl ist, bereit erklärte, zwei Spiele für uns zu bestreiten. (Markus ? für die Ü40 wärst Du doch auch noch zu jung gewesen!) Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zwei Punkte.
Stephan gewann dann weitere zwei Punkte gegen Daniel Becker und Hans-Jürgen Kluge. Mirko verbuchte weitere zwei gegen Christian Kauper und Jens Michael. Den entscheidenden siebten Punkt zum Sieg holte Nadin durch eine klasse Leistung mit 3:1 gegen die 4. der deutschen Rangliste Simone Becker.
Rene musste sich nur Hansi geschlagen geben und verbuchte noch einen Sieg gegen Daniel. Am Ende stand es 8:4 und der 5. Platz war erreicht.

Im ersten Halbfinale bezwang nach taktischer Meisterleistung Bautzen die favorisierten Wittenberger Wiesel. Ü40 siegte im zweiten Halbfinale mit der Erfahrung von geschätzten 60 oder mehr Ricochetjahren über Cottbus.
Im Finale dominierte dann klar Bautzen über Ü40. Die Wiesel sicherten sich noch den 3. Platz gegen Cottbus.
Herzlichen Glückwunsch an den Überraschungssieger Bautzen, den vorher niemand ernsthaft auf der Rechnung hatte, außer Bautzen selbst ? und daran hing der Sieg!
Insgesamt ein klasse Turnier mit einem bewährten und strengen Turnierchef Hansi. Danke!

Wenn man bedenkt, dass sich einige alte Kämpfer und Ricochet-Füchse mit dem Gedanke ans Aufhören tragen (müssen), bleibt ein leicht wehmütiger Eindruck, gibt es doch ein Turnier mit dieser Besetzung dann nie mehr wieder.

Es wurde ein neues Präsidium für den Deutschen Ricochetverband gewählt und das alte verabschiedet.

Wir sagen:

Danke - Fried! Danke - Rolo! Danke - Maik!
Danke für Eurer jahrelanges Engagement für unseren Sport!


Aber es weht der Wind der Veränderung durch Ricochetdeutschland ? die Alten treten ab, die Neuen stehen schon in den Startlöchern. In Chemnitz, in Wittenberg, in Bautzen in Güstrow und anderswo! Wir versprechen eine Zukunft für den deutschen Ricochetsport!