Die Europameisterschaften 2007 in den Niederlanden am 17./18.11.2007
Nun war es soweit. Das wichtigste Turnier des Jahres 2007 stand auf dem Programm - die Europameisterschaften 2007. Und dafür mussten die Crocos sogar bis unter den Meeresspiegel fahren. Denn der diesjährige Austragungsort, Alphen an de Rijn, liegt laut offiziellen Angaben genau 1m unter NN.
Trotzdem hatten die 7 Crocos Ina, Sylvia, Michael, Mirko, René, Stephan und Tobias keinesfalls vor in den Niederlanden baden zu gehen, als sie die knapp über 700 km weite Reise antraten. Die bereits für die Hauptrunde gesetzten Crocos Mirko und Stephan konnten sich zuerst entspannt zurück lehnen und sich anschauen, wie sich ihre Teamkameraden Michael, René und Tobias in der Qualifikationsrunde schlagen würden.
Der größte Pechvogel war hier sicherlich Tobias, der ausgerechnet gegen René antreten musste und bei der 0:3 Niederlage keine Chance hatte. Micha qualifizierte sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten letztlich souverän durch ein 3:1 gegen Aart Jansen (NL) für die Hauptrunde.

In dieser musste René zuerst gegen René Wieten antreten. Im Duell der Renés konnte sich der Chemnitzer aber nicht durchsetzen und unterlag klar mit 0:3. Am Ende sprang nach zwei Siegen gegen Tomasz Marczewski (Pl; 3:0) und Frank Keijzer (NL; 3:1) sowie einer weiteren Niederlage gegen Micha (1:3) der 21. Platz heraus.
Auch Micha startete nach überstandener Quali unglücklich in die Hauptrunde, musste er sich doch gleich mit 1:3 dem Stephan geschlagen geben. In den folgenden drei Spielen blieb seine Weste allerdings weiß (3:0 gegen Marcel van Harskamp, NL; 3:1 gegen René Klug; 3:0 gegen Mart Kooy, NL), bevor er sich nach tollem Kampf dem Tschechen Roman Cenek knapp mit 2:3 geschlagen geben musste. Platz 18 war das Resultat.

Mirko startete mit einem äußerst knappen, aufgrund der kämpferischen Leistung aber verdienten 3:2 Sieg (20:18; 15:13; 12:16; 14:16; 16:13) gegen den Niederländer Mart Kooy sowie mit einem 3:1 Erfolg gegen Zsolt Auer (HUN) bevor er sich dem späteren Vizeeuropameister Jan Vesely mit 0:3 geschlagen geben musste. Nach zwei weiteren Niederlagen im ewigen Derby gegen Stephan (2:3 trotz 14:8 im 5. Satz) und gegen den Ersten der niederländischen Rangliste Coen Faber (1:3) belegte er am Ende einen guten 8. Platz.
Bester Chemnitzer war wie so oft Stephan, der außer den bereits erwähnten Siegen gegen Micha und Mirko überraschenderweise auch noch den Tschechen Petr Karban mit 3:2 niedergekämpft hatte. Nach einer unnötigen 0:3 Niederlage gegen Johann Remmers (NL) verlor er auch noch gegen den bis dahin unbekannten, aber sehr starken Tschechen Stepán Krca mit 1:3, konnte sich aber über einen starken 6. Platz freuen.
Auch Tobias konnte noch einen Erfolg für sich verbuchen. Nach der Quali-Niederlage gegen René kämpfte er sich bis ins Finale der Trostrunde, in dem er gegen den Niederländer Michel Koster mit 1:3 verlor. Im Gesamtklassement bedeutete das zwar nur Platz 34, mit 3 Siegen aus 5 Spielen konnte aber auch er ein positives Fazit ziehen und dieses Turnier für sich als Erfolg verbuchen.

Nicht so erfolgreich waren leider die Mädels Sylvia und Ina, denen nach jeweils zwei klaren 0:3 Niederlagen (Sylvia gegen Veronika Kadleková, CZ und Dagmar Vermeulen, NL und Ina gegen Eva Ferteková, CZ und Markéta Stehlíková, CZ), die unrühmliche Ehre zu Teil wurde, den vorletzten Platz unter sich aus zu machen. Hier setzte sich Sylvia mit 3:0 durch.
Letztendlich waren sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die alten wieder die neuen Europameister, denn sowohl Milos Pokorný als auch Eva Ferteková verteidigten ihre Titel.
Neu hinzu kamen noch die Doppel Europameister. Hier setzte sich das Deutsch-Niederländische Doppel Coen Faber/Heiko Tschetschorke im Finale gegen das Croco-Doppel Mirko/Stephan mit 3:1 durch.
Am Samstagabend wurde wie üblich ein buntes, lautes und internationales Fest gefeiert. Bis in die Morgenstunden wurde gemeinsam getanzt, gesungen und getrunken.
Die Europameisterschaften waren das von allen erwartete Highlight des Turnierjahres von dem alle mit einem Lachen im Gesicht nach Hause zurückkehren konnten und das ist doch immer noch das Wichtigste.