Die Hungarian Open 2012 am 23.06. in Budapest
Am 23. Juni fanden die diesjährigen Hungarian Open in Budapest statt. Wer sich jetzt fragt: "Hungarian Open? Die waren doch erst!?!" Richtig. Das Turnier ist allerdings vom eher grauen und regnerischen November in den sommerlich warmen Juni verlegt wurden (tagsüber ca. 30°C). Vielleicht war es daher auch der Sommerurlaubszeit und dem schönen Wetter geschuldet, dass sich leider nur 16 Herren und 5 Damen auf die Reise in die Stadt an der Donau machten, was diesem Turnier zwar einen sehr schönen familiären Charakter verlieh, jedoch sich der betriebene Organisationsaufwand nicht verringerte . Zumal Budapest im Sommer wirklich in jeder Hinsicht eine Reise wert ist.

Angekommen am Flughafen und bewaffnet mit meiner Sporttasche stand aber erstmal das runde Leder in Vordergrund, denn die EM 2012 und das damit verbundene Deutschland- Spiel geht auch in Ungarn nicht spurlos an einem vorbei. Allerdings musste ich das Unterfangen, das Spiel am Flughafen schauen zu können, schnell begraben, da zwar überall groß die „Fanmeile am Flughafen“ beworben wurde, diese sich aber hinter der Sicherheitskontrolle befand, was gerade in Budapest angekommenen Fußballfans nur dummerweise recht wenig nutzt. Also trat ich resigniert die Weiterreise zum Hotel an, um dort später zumindest noch die letzten 30 Minuten im ungarischen Fernsehen zu schauen und beim zwischenzeitlichen 4:1 für das deutsche Team feststellen zu können, dass man bei harten Einschlägen auch in der ungarischen Sprache das Wort „Bumm“ zu benutzen pflegt (das konnte ich sogar nachlautieren)

Am nächsten Morgen wartete die erste kleine Überraschung gleich beim Frühstücksbuffet auf mich, denn die 5-köpfige tschechische Delegation hatte sich im selben Hotel einquartiert und man konnte gleich gemeinsam Frühstücken und dann zum Studio fahren. (Wer jetzt nachgerechnet hat – in Jans Alpha Romeo passen unter Umständen auch mal 6 Leute ;-) ) Hier begann das Turnier für mich mit dem Ungarn János Farkas. Und wenn man ein Ricochet-Spiel wirklich glücklich gewinnen kann, dann ist mir das in diesem Fall „gelungen“. Denn nach einem wirklich schwachen Spiel stand es im 5. Satz 13:13 und János hatte Aufschlag, den er allerdings ins Aus schlug. Da ich meinen darauf folgenden Aufschlag genau ins „Nick“ getroffen habe, zog ich glücklich eine Runde weiter (15:11; 14:16; 15:11; 10:17; 15:13). Das war knapp!!!

In der 2. Runde war dann gegen den späteren dritten András Csala allerdings trotz einer Leistungssteigerung nichts zu holen (13:15; 7:15; 10:15). Auch die darauf folgenden Partien gegen Petr Sedlacek (11:15; 8:15; 15:12; 19:17; 7:15) und Gábor Szabó sr. (16:14; 10:15; 15:11; 12:15;14:16) gingen leider knapp verloren aus, so dass am Ende aber trotzdem ein zufrieden stellender 8. Platz zu Buche stand.

Nach dem Turnier, dass am Samstag bereits beendet war, ließen wir den Abend erst gemütlich bei einem 3-Gänge Menü im Restaurant „Kaltenbach“ und dann etwas lauter in einer Budapester Diskothek ausklingen.

Da mein Flug erst am Sonntagabend ging, war noch Zeit mit den Tschechen ein altes türkisches Bad (erbaut 1565) zu besuchen. Das Bad als solches war wirklich sehr schön, alle Anbauten und Sanitäranlagen sind allerdings doch recht sanierungsbedürftig. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Blick auf das ungarische Parlament fuhren die Tschechen dann gen Heimat und ich traf mich mit den Holländern, in einem Café, wo auch ich diesen Wochenendtrip gemütlich ausklingen lassen konnte, bevor ich am Abend den Rückflug antrat.

Vielen Dank an das ungarische Organisationsteam, die ein wirklich schönes Turnier in einer tollen Stadt auf die Beine gestellt haben. Hoffentlich sehen wir uns alle nächstes Jahr wieder in Budapest – dann vielleicht auch wieder in einer etwas größeren Runde. Ein Glückwunsch geht natürlich auch noch an die Sieger András Török (HU) und Fatime Farkas (HU) die sich in ihrem ersten internationalen Turnier gleich den ersten Titel sichern konnten.

Hier die Platzierungen:

Damen:
1. Fatime Farkas (HU)
2. Virág Fésüs (HU)
3. Manuela Feith (HU)
4. Eszter Halász (HU)
5. Maria ter Hoek (NL)

Herren:
1. András Török (HU)
2. Gábor Szabó jr. (HU)
3. András Csala (HU)
4. Jan Pulkrab (CZ)
5. Balázs Farkas (HU)
6. Petr Sedlacek (CZ)
7. Gábor Szabó sr. (HU)
8. Tobias Hambsch (D)
9. René Wieten (NL)
10. János Farkas (HU)
11. Martin Rudovsky (CZ)
12. Péter Dévald jr. (HU)
13. Jiri Krucek (CZ)
14. Michiel van Nieuwkerk (NL)
15. Péter Dévald sr. (HU)
16. Tamás Dévald (HU)